WARTEN AUF DEN FLUSS

4 JUNI bis einschließlich 4 SEPTEMBER 2017
Grüne Hauptstadt Europas – Essen

Die Zickzackbrücke kehrt nach einer siebenjährige Reise entlang der Emscher zurück zum Standort, wo sie zum Kulturhauptstadtjahr 2010 zum ersten Mal aufgebaut wurde: zwischen Schurenbachhalde und Nordsternpark auf der Emscherinsel in Essen. Vom 4. Juni bis einschließlich 3. September 2017 kann man das Kunstwerk “Warten auf den Fluss” tagsüber besuchen oder für eine Nacht buchen.

Dieses Jahr präsentieren die Künstler drei Bücher, die von ihrem künstlerischen und landschaftlichen Schaffen im Ruhrgebiet zeugen. Der Gedichtband 36 Ansichten zu Warten auf den Fluss von Barbara Köhler ist in Zusammenarbeit mit Observatorium entstanden. Das Buch “Zollverein Park” wurde von den Machern des Parks – Planergruppe Oberhausen, Observatorium Rotterdam und Firstdesign Köln – geschrieben und gestaltet. Ihr eigener Wanderführer “Der Grüne Schatten Zollvereins” zeigt ein Quadratkilometer Ruhrgebiet aus künstlerischer Sicht. Im Kunstwerk ist eine Dokumentarausstellung über die Reise des Kunstwerks zu sehen. Zudem finden Touren und Vorträge statt, die dieGeheimnisse der Umgebung verrraten.

Mit Warten auf den Fluss hat die niederländische Künstlergruppe Observatorium ein ganz besonderes Werk geschaffen. Die Skulptur ist der Publikumsliebling der Triennale Emscherkunst geworden.
Die rund 38 Meter lange, überdachte Brückenskulptur wird durch drei Pavillons gegliedert. Ihre Zickzackform ermöglicht aus den großflächigen Fenstern ein weites Panorama auf die umgebende Landschaft und schafft kleine Innenhöfe zwischen den Pavillons.Dabei versteht sich Warten auf den Fluss konzeptuell und funktional als „gebauter Vorschlag“: Bis das neue Emschertal im Jahr 2020 Realität werden wird, dient diese Brücke mit ihren Aufenthaltsräumen dem „produktiven Warten“, denn genau an ihrem Standort wird in Zukunft die renaturierte Emscher fließen. Warten auf den Fluss ist also eine noch „schlafende Brücke“. Gleichzeitig sehen die Künstler die Skulptur als „ein Werk der Fantasie, eine Reflexion über die Umgebung und ein Baustein für Gemeinschaft“.

Die Künstlergruppe Observatorium aus Rotterdam – Geert van de Camp, Andre Dekker, Lieven Poutsma und Ruud Reutelingsperger – ist seit 2006 fester Bestandteil der Ruhrkunstszene. Sie sind u.a. bekannt für das Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland, die Pavillons auf Zollverein und ihren Beitrag an der Emscherkunst.

ÜBERNACHTEN

BUCHUNG AB MITTE APRIL 2017

WARTEN WIR AUF DEN FLUSS, SO LANGE ES GEHT.

Service

Wenn Sie die Brücke für eine Übernachtung buchen möchten, sind Sie der Bewohner einer Ikone des Emscher-Umbaus und der Emscherkunst. Die reguläre Öffnungszeit des Kunstwerks mit öffentlichem Publikumsverkehr ist täglich von 12 – 18 Uhr. Montag ausgesondert. Davor oder danach hängt es von Ihnen ab, ob Sie die Brücke mit Passanten teilen oder nicht.

Am Anreisetag ist der Check-in zwischen 12 und 18 Uhr. Um 19 Uhr werden das warme vegetarische Abendessen sowie Frühstückssachen und Tagesvorräte (Kaffee, Tee, Erfrischungsgetränke, Obst) geliefert.

Am Abreisetag bitten wir Sie, die Schlüssel und gerne auch Ihre Erkenntnisse über Ihre Erfahrungen mit der Skulptur und der Umgebung abzugeben.

Ihre Gastfrau ist Marja Zomer, Malerin und Schiffer (siehe Künstler).

Preise

Es sind Schlafplätze für max. 8 Personen vorhanden, inklusive Bettzeug und Handtücher.
1-2 Personen: € 90,00 pro Person
3 und mehr Personen: € 75,00 pro Person ab der ersten Person.
Jeweils mit vegetarischem Abendessen, Frühstück, Getränken und Obst. Kinder bis 5 Jahre gratis, ab 6 Jahren halber Preis.

Warten auf den Fluss ist sehr beliebt – wenn Sie für eine oder zwei Personen eine Übernachtung buchen, kann es vorkommen, dass Sie die Brücke mit anderen Gästen teilen. Sie haben jedoch immer einen privaten Schlafraum. Sie werden gebeten, den Betrag für Ihre Buchung vorab zu überweisen.

Reservierung

Im Kalender können Sie die freien Tage einsehen. Schreiben Sie bitte eine kurze Email an info@wartenaufdenfluss.de und teilen Sie uns mit, wann Sie bei uns übernachten und auf den Fluss warten möchten.

BUCHUNG AB MITTE APRIL 2017

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PROGRAMM

WARTEN AUF DEN FLUSS

Guerilla Konzert

Abschlusskonzert WARTEN AUF DEN FLUSS 2017

3.September, 15 Uhr

Auf Einladung der Künstler von Observatorium und der Grünen Hauptstadt Europas Essen werden am 3. September vier Sängerinnen des Ensembles Ars Chorals Cöln die Installation „Warten auf den Fluß“ mit mittelalterlichen Gesängen erfüllen. Die Zickzackbrücke bildet sowohl die Bühne als den Saal für die Lieder aus dem Essener Liber Ordinarius, der Niederrheinischen Beginen und der Hildegard von Bingen, die ja zwischen Flüssen lebte: Rhein und Nahe und in Essen öfters zu Gast war.

Ob Engel oder Teufel, ob Himmelskräfte oder Laster, ob Ketzerin oder Heilige – mit einer erstaunlichen und überzeugenden Selbstverständlichkeit schlüpfen die Frauen von Ars Choralis Cöln in die verschiedensten mittelalterlichen Rollen und bringen Musik zum Klingen, die in der Tiefe berührt und Geschichte lebendig werden lässt.

Die sprießende Grünkraft und der fließende lebenspendende Quell waren in Hildegard von Bingens Schriften allgegenwärtig. Hier spielt nun der Ort- das Kunstwerk in der Industrienatur- eine große Rolle: aus dem Dialog zwischen den Sängerinnen und dem lauschenden Publikum wird nun ein gemeinsamer Trialog in einem Raum den es bald so nicht mehr gibt, wenn die schwarze Emscher Blau wird.

Das Konzert ist frei zugänglich.
Künstler vorort

Juni/Juli/August 2017

Die Künstler des Rotterdamer Studios sind 2017 die Gastgeber ihres eigenen Kunstwerks. Die 34 Meter lange hölzerne Zickzack-Brücke bietet neben der gewohnten Gastfreundschaft (Übernachtungen,Bewirtung, Künstlergespräch) ein Programm über die Zukunft der Emschersinsel auf Essener Grundgebiet. Die ± 20.000 Besucher waren 2010 überrascht und angetan von der romantischen Ecke an der Emscher. Worauf jetzt warten? Fragen schadet nicht. Die Künstler von Observatorium werden ein Logbuch über die Ideen der Anrainer, Spezialisten und Besucher führen.
Informationen: www.observatorium.org

Dokumentarausstellung

Brücke auf Reisen
Juni/Juli/August 2017

Die Ausstellung berichtet über die Reise von Warten auf den Fluss, von Essen nach Oberhausen, Dordrecht, Castrop-Rauxel und zurück nach Essen. In der Ausstellung werden die unterschiedlichen Flusslandschaften miteinander verglichen. Die Zukunftserwartungen aus dem Jahr 2010 im Lesebuch Warten auf den Fluss werden präsentiert und kommentiert.

Expertenvorträge

Wissensbisse
Juni/Juli/August 2017

International anerkannte Spezialisten in Sachen Landschaftskunst und Stadtleben übernachten auf der Brücke, erkunden die Essener Emscherinsel, halten einen Vortrag und tragen an die Ausstellung Brücke auf Reisen bei, indem sie das Umfeld von Warten auf den Fluss erkunden.

• 14/6/2017: Gerco de Ruijter fotografiert die Emscherinsel mit einem Drachen.

https://www.flickr.com/photos/69893595@N03/sets/72157682593608954
• 1/7/2017: Wim van Egmond fotografiert die kleinste Lebewesen der Emscher.

WWW.MICROPOLITAN.ORG
• 15/7/2017: Orange Edge, Boris Sieverts und Dirk Haas, Stadtplaner/Forscher erkunden das Nachtleben der Emscherinsel.
• 12/8/2017: Titel „Wunsch und Wirklichkeit am Fluss, an der Emscher und woanders?“ 15 Uhr – 17 Uhr
In den nächsten Jahren wird sich die Emscher verändern, wie viele Flüsse auf der Welt, die durch Abwasser verunstaltet wurden. Nur wie verlaufen die Arbeiten an der Emscher, in Mexiko oder Italien? Wie nehmen die Flussumbauprofis die Anwohner mit, welche Wünsche und Vorstellungen erreichen die Planer?

Podiumsgäste:
Christiane Bürklein, Mechthild Semrau und André Dekker

Christiane Bürklein ist eine in Italien lebende bekannte Bloggerin, die über Nachhaltigkeit in Architektur und Landschaft berichtet. Sie erläutert partizipativen Flussumbau in Italien und Mexiko.
Mechthild Semrau, Gruppenleiterin Gewässer- und Landschaftspflege bei der Emschergenossenschaft, erklärt die ökologische Verbesserung an der Emscher.

Andre Dekker, Bildender Künstler, Observatorium, wird zum Interpreten der „Wünsche an die Emscher“.
Moderiert wird die Veranstaltung durch Silke Wilts, Emschergenossenschaft.

Wenn Sie selbst Vorschläge und Wünsche haben, die bei der Veranstaltung diskutiert werden sollen, können Sie im Vorfeld zu dieser Veranstaltung ihre “Wünsche an die Emscher” formulieren und entweder in die Wunschkiste am Kunstwerk „Warten auf den Fluss“ einwerfen oder mailen an: info@wartenaufdenfluss.de

• 26/8/2017: Rainer Schlautmann fotografiert den Wandel durch Kunst auf der Emscherinsel.

Buchpräsentationen

ZOLLVEREIN PARK und DER GRÜNE SCHATTEN ZOLLVEREINS
11. Juni 2017, 15 Uhr

Ende 2016 erschien Observatoriums Wanderführer durch das Abseits von Zollverein Der Grüne Schatten im Klartext Verlag. Die Autoren von Observatorium präsentieren das Buch.
Frühjahr 2017 erschien das umfangreiche Buch Zollverein Park im Buchhandlung Walter König Verlag. Die Autoren der Planergruppe Oberhausen und die Gestalter von Firstdesign aus Köln werden das Buch vorstellen und diskutieren.

42 ANSICHTEN ZU WARTEN AUF DEN FLUSS
• 27/8/2017  15 Uhr

Die Lyrikerin Barbara Köhler aus Duisburg hat ihre Aufenthalte auf der Brücke in 2016 in einem sprachlichen Gedankennetz gefangen. Der Gedichtband entstand in Zusammenarbeit mit Andre Dekker, Observatorium, und erscheint in der Edition Korrespondenzen, Wien.

Theater

GESCHICHTEN VOM FLUSS
17. und 18. Juni

Kollektiv 1 ist eine Deutsch-Niederländische Künstlergruppe die speziell für die Besucher der Zickzack-Brücke eine theatrale Performance entwickelt hat. 2 Tage lang wird eine Ode an die geliebten Gewässer unserer Jugend dargebracht, an die Gewässer die uns in unserer Kindheit begleiteten, als wir aufwuchsen und mögliche und unmögliche Liebe erlebten, Winter, Sommer, Herbst, Frühling, Wasser.

Bildende Kunst (Malerei, Fotografie, Zeichnung, Text, Formfrei)

MARJA ZOMER Ausstellung Eröffnung
• 27/8/2017 15 Uhr
Zeichnung und Malerei

Bilderausstellung der Malerin Marja Zomer. Sie zeigt Zeichnungen, Ölbilder und grossformatige Trompe-l’Œils, die 2016 und 2017 in und um Warten auf den Fluss entstanden sind.

Sommerakademie Brachenbotanik
Jeden Sammstag  11 Uhr,  Sammeln auf unserem Brückenskulptur

Die Brache auf der Emscherinsel zwischen Nordsternpark und Schurenbachhalde ist ein Filetstück der Industrienatur. Die unterschiedlichen Spontanvegetationen wachsen auf dem Kohlenstaub und Schlamm der Zechen, es mutet aber wie ein Englischer Landschaftspark an. Bildende Künstler werden in diese Ruhrtypische Mischung aus Verfall und Neubeginn eintauchen und laden Sie zum spazieren,verweilen, studieren und zeichnen ein.

Die Malerin Marja Zomer (mit Arbeiten in internationalen Museen und Sammlungen) geniesst den Ruf eines zeitgenössischen und jedoch fest in der realistischen Maltradition stehende Künstlerin. Sie zeichnet und malt seit über 30 Jahren Bäume. Im Grünen Hauptstadtjahr bietet sie einen Kurs an, in der sie zeigt, wie man über Volumen und Form, ein Baum als Lebewesen und unser Verhältnis dazu begreifen kann. Sie verbringen den ganzen Tag zwischen Bäumen (und Fernwärmerohre und Strommasten) und schärfen Ihren Blick für Ungesehenes und die Sichtweise Marja Zomers.

 

Anmelden: info@wartenaufdenfluss.de

Preis: Spende

Ablauf
11. Uhr
Ankunft und Kaffee bei Warten auf den Fluss im Nordsternpark,
Gespräch an Hand hunderter Baum-Notizen wie Bäume wachsen, zusammen leben, überleben, reagieren, über Form, Zusammensetzung Karakter, usw. Lunch.
13 – 16 Uhr
Jeder geht für sich ins Nordsternpark. Wohin führt uns der Blick? Was berührt uns? Was ist festzuhalten? Kursteilnehmer entscheiden selbst ob sie Text, Foto, Zeichnung bevorzugen.

16 Uhr  Abschlussgespräch beim Warten auf den Fluss

www.marjazomer.nl

Anmeldung: info@wartenaufdenfluss.de

 

KÜNSTLER

Wim van Egmond

Wim van Egmond (1966, lebt und arbeitet in Berkel-NL) ist ein bildender Künstler, der mit Hilfe der Photomikrografie and Stereoskopie die Wesen studiert und dokumentiert, die wir mit dem blossen Auge nicht wahrnehmen können. Seine Fotografie wird in unterschiedlichster Weise gezeigt, in Büchern und Zeitschriften und in Ausstellungen und im Fernsehen.
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Emscher – Rhein-Herne-Kanal
Juli 2017

Die Mikroorganismen wurden aus dem Wasser geschöpft und bei Warten auf den Fluss mit Hilfe eines Mikroskops dem Publikum gezeigt und danach fotografiert.
Die Emscher enhält hauptsächlich Bakteriën en Glockentierchen, die Bakterien essen. Neben Wimpertierchen traf ich Nematoden und Algen an. Die Organismen aus dem Grubenwasser überlebten die Emscher nicht.
Der Rhein-Herne-Kanal ist sehr artenreich. Ich fand viele Kiesel- und Grünalgen, Wasserflöhe und Rädertierchen vor. Einige davon hatte ich ich noch nie beobachten können. In einem Tümpel auf der Schurenbachhalde wurden Cyanobacteriën (Oscillatoria) von gegeten door Rädertierchen und Wimpertierchen gegessen.

www.micropolitan.org

 

Gerco de Ruijter

Gerco de Ruijter (1961, lebt und arbeitet in Rotterdam-NL) ist ein bildender Künstler, der mit Hilfe der Luftfotografie Kulturlandschaften studiert und dokumentiert. Seine Werke befinden sich in vielen Sammlungen. Seine Monografie trägt bezeichnenderweise den Titel “Almost Nature”.

Schurenbachhalde – Warten auf den Fluss – Nordsternpark
Juni 2017
Um Warten auf den Fluss herum befinden sich enorm viel Elektrizitätsleitungen. Da ich die Emscherinsel ohne Lebensgefahr mit einem Drachen von oben fotografieren wollte, habe ich mich auf den Nordsternpark und die Schurenbachhalde in der direkten Umgebung konzentriert.
An windstillen Tagen habe ich mit einer 360˚ Kamera die Innen- und Aussenarchitektur von Warten auf den Fluss festgelegt. Ähnlich wie eine Kamera, rahmt die Skulptur die Umgebung – die Fenster und die Verbindungen zwischen den Pavillons erzeugen ein Bewusstsein fur die Verbindungen zwischen Architektur und Umfeld. Man spürt in der Skulptur wie die Vegetation sich ein Platz erobert, die Fotografie zeigt eher, wie der Mensch sich ein Platz erobert.

www.gercoderuijter.com

 

Observatorium

Die Niederländische Künstlergruppe Observatorium ist 1997 in Rotterdam gegründet worden. Es ist ihr Anliegen, an Orten und in Prozessen der Transformation mit Kunstwerken neue Bedeutungen und Nutzungen zu erproben, indem sie die Phantasie anregt, Zeit und Raum für Reflexion auf die Umgebung organisiert und Bausteine der Gemeinnützigkeit entwickelt.

Das Werkverzeichnis von Observatorium umfasst permanente und temporäre Skulpturen, Kunst am Bau, Teilnahme an Biennalen, partizipative Prozesse und Parkentwürfe.
Ihre Entwurfsphilosophie ist in ihren Büchern Big Pieces of Time, 2010 und Warten auf den Fluss, 2011 beschrieben worden. 2016 erschien der von Urbane Künste Ruhr in Auftrag gegebenen Reiseführer Der Grüne Schatten.

Die Partner: Geert van de Camp, Andre Dekker, Lieven Poutsma und Ruud Reutelingsperger.

www.observatorium.org

 

Barbara Köhler

Barbara Köhler aus Duisburg-Ruhrort publiziert seit 1984 Prosa, Lyrik und Übersetzungen. Ihr Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet.
Im Jahr 2016 wurde einer der sechs Pavillons der Brückenskulptur als Schreibklause reserviert. Von Oktober 2016 bis Mai 2017 setze sie ihre Erinnerungen und Gespräche in Gedichte um.

Barbara Koehler

 

Ein Ort zu warten, dass Sprache in Bewegung, ins Fließen gerät, daraus eine Verbindlichkeit entsteht, ein Fluid. Eine Beobachterin im Sinne von Observatorium: teilnehmend, betrachtend, herstellend, zur Verfügung stellend. Nicht als Unterhaltungsprogramm, weniger in einem direkt gesprächigen Sinne, sondern in den Ufern der Schrift. Die Autorin ist anwesend, aber die Tür zu ihrem Arbeitsraum bleibt verschlossen. (Barbara Köhler)


Marja Zomer

Marja Zomer aus den Niederlanden zeichnet immer vor Ort und setzt ihre Skizzen in Ölmalerei um. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und sind in vielen Sammlungen moderner Kunst vertreten. Sie lebt und arbeitet in ihrem Fischkutter.
2016 widmete sie sich dem Kunstwerk Warten auf dem Fluss und der direkten Umgebung.

www.marjazomer.nl

 

Publikation Warten auf den Fluss

2011 erschien im Klartext Verlag das Buch: Warten auf den Fluss – Das Neue Emschertal im Wandel der Kunst. Ein Lesebuch Emschergenossenschaft (Hrsg.), Regionalverband Ruhr (Hrsg.), Künstlergruppe Observatorium (Hrsg.) 82 Seiten, zahlr. farb. Abb., Hardcover, €14,95, ISBN: 978-3-8375-0525-2

Dieses Buch erzählt von den Veränderungen der Emscherflusslandschaft im 20. und 21. Jahrhundert, von der Umwidmung ehemaliger Brachlandschaften und von gemeinsamen Gestaltungsideen für die Gegenwart und Zukunft des Neuen Emschertals von Künstlern und der Bevölkerung. Als ein Beispiel für kommunikative Kunst und den notwendigen Mut zu temporären Eingriffen in die Landschaft steht dabei stellvertretend die bewohnbare Brückenskulptur „Warten auf den Fluss“ der niederländischen Künstlergruppe Observatorium.

INFO

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017
www.essengreen.capital

Die reguläre Öffnungszeit der Ausstellung mit öffentlichem Publikumsverkehr ist täglich von 12 – 18 Uhr. Montag ausgesondert.

Reservierung: info@wartenaufdenfluss.de

Sonstige Information/ Presse:
info@observatorium.org
www.observatorium.org

Anreise:
Schurenbachhalde/Emscherstraße Essen

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